Geschichte
5000 vor Chr. 3000 - 332 v. Chr. 2155 - 2134 v. Chr.
2134- - 1785 v. Chr. 1781 - 1550 v. Chr. 1550 - 1070 v. Chr.
1070 - 750 v. Chr. 750 - 332 v. Chr. 332 v. Chr. - 395 n. Chr.

Geschichtlicher Überblick

 

 

Frühgeschichte (Negade Kultur)ca. 5000 v. Chr.

 

Ursprünglich beschränkte sich das Einzugsgebiet dieser Kultur nur auf den Ort Negade selbst; doch weitet sie ihren Lebensraum im 5. Jahrtausend auf das Gebiet zwischen Armant und Abydos aus, um schließlich in ganz Oberägypten vorzuherrschen.

Diese Kultur umfasst 3 große Phasen:

Während der ersten Phase (Negade- I-Zeit) unterhält sie Handelsbeziehungen zu der Oase Charga im Westen, ist jedoch auch im Osten bis zum Roten Meer und im Süden bis zum ersten Katarakt bezeugt.

Während der zweiten Phase (Negade-II-Zeit) findet dann die Vereinigung der oberägyptischen Bevölkerung statt, die später dann zur Reichseinigung des Nordens und des Südens geführt haben muss.Wieder ist der Handel zwischen beiden ägyptischen Landeshälften nachgewiesen, doch sind jetzt auch weniger friedvolle Beziehungen belegt. Sehenswert sind die Wandmalereien im Fürstengrab von Hierakonpolis, sowie die zeitgenössische Keramik mit ihren anschaulichen DarstellungenMan sieht jetzt öfter Darstellungen von Barken, die mit mehreren Rudern und Kajüten ausgestattet sind, ebenso wie Menschen und Tierdarstellungen.

Mit der Negade-III-Zeit erreicht diese Kultur ihren Entwicklungshöhepunkt ; sie untersteht nun dem Einfluss unterägyptischer Volksgruppen, vielleicht sogar mit Kontakt zu anderen Kulturen des Vorderen Orients. Man bemüht sich nun um eine Trennung in zwei Reiche, des oberägyptischen mit seiner Hauptstadt Necheb in der Nähe von Edfu und des unterägyptischen mit seiner Hauptstadt Buto bei Tell el-Farain bei Disuq.

 

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Geschichtliche Zeit 3000 - 332 v. Chr.

 

Manetho ( griech. Historiker) - er lebte zwischen 323 und 245 v. Chr. hat die Geschichte des Landes in 30 Dynastien oder königliche Familien unterteilt.

Beginnend mit der Einigung der beiden Reiche und abschließend mit der Ankunft Alexander des Großen in Ägypten im Jahr 332 v. Chr.Thinitenzeit1.und2.Dynastie3000 - 2705 v. Chr.

Diese Zeit ist nach der Stadt This benannt, aus der ihre Könige stammen.

Unter dem ersten König der 1. Dynastie wird hier die Stadt Memphis gegründet. Noch ist die Hieroglyphenschrift nicht ausgeprägt, es reichen ein paar Piktogramme (Symbole) zur Bezeichnung von Personennamen, Erzeugnissen und Orten für die Akten und Listen aus.

Zum erstenmal wird Stein in die Ziegelbauweise integriert.

In Abydos und Saqqara entstehen die ersten königlichen Grabanlagen.

In der Zeit der Reichsvereinigung entstehen dann die ersten Flachreliefs, so auch die berühmte Narmerpalette, die an den Sieg über Unterägypten und die Vereinigung der beiden Länder erinnern soll.AltesReich3.-6.Dynastie2705 - 2155 v. Chr.

Diese Epoche wir auch als das Zeitalter der Pyramiden bezeichnet.

Geistiges Zentrum ist die Stadt Heliopolis und als Hauptstadt fungiert Memphis, die unter dem ersten König Hor-Aha ensteht.

Die Bürokratie wird ausgebaut und die Verwaltung in Memphis zentralisiert.

Im Südwesten von Kairo liegen die königlichen Nekropolen dieser Zeit, nämlich in Saqqara, Dahschur, Giza und Abusir.

Die bekanntesten Herrscher dieser Zeit sind:

Djoser (Netjeri-chet) aus der 3. Dyn.; er ließ die Stufenpyramide von seinem großen Architekten Imhotep erbauen.

Sein Nachfolger König Snofru, der Gründer der 4. Dyn ließ gleich 3 Pyramiden bauen, nämlich in Meidun und Dahschur.

Seine Nachfolger die sogenannten Sonnenkönige, Cheops, Chephren und Mykerinos, die Erbauer der drei Pyramiden von Giza; sie erschufen mit Ihren Bauwerken eines der sieben Weltwunder der antiken Welt.

Die großen Würdenträger und Mitglieder der königlichen Familie wurden in Mastabas oder Felsgräbern in der Nähe der Pyramiden beigesetzt, später auch in ihren Provinzen.

Mit reichlich bemalten Flachreliefs versehen, werden hier Szenen aus dem täglichen Leben, sowie aus dem religiösen und funären Bereich darstellen.

Erst am Ende der 5. Dyn. werden dann in den Pyramiden religiöse Texte auf den Wänden schriftlich festgehalten, die sogenannten "Pyramidentexte", die auch während der 6. Dyn noch in Gebrauch bleiben.

Während der 5. Dynastie wird der Kult um den Sonnengott Re in Ägypten vorherrschend.; man errichtet in dieser Zeit die Sonnentempel bei den Pyramiden von Abusir und Saqqara Nord.

Gegen Ende des Alten Reichs brechen die Beziehungen zu Nubien, Phönizien und Palästina gänzlich ab und der Untergang des Reichs ist vom Zerfall der königlichen Allmacht bestimmt.

 

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Erste Zwischenzeit 7.-10Dynastie 2155 - 2134 v. Chr.


Einige Gaufürsten kämpfen zum Ende des Alten Reichs um ihre Unabhängigkeit, das Land selbst ist von innenpolitischen Wirren geprägt.

Hungersnot und Bürgerkrieg sind an der Tagesordnung.

Zwei schwache Dynastien regieren nebeneinander, die eine im Süden mit Theben als ihrem Hauptsitz, die andere in Hierakleopolis als Zentrum.

Deswegen wird die 1. Zwischenzeit auch als Herakleopolitenzeit genannt.

Es entstehen die ersten Werke einer klassischen Literatur, die in der allgemein schwierigen Situation des Landes begründet ist.

 

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Mittleres Reich 11.-12.Dynastie 2134- - 1785 v. Chr.

 

In der 11. Dynastie ist Theben die Hauptstadt und wird mit der Zeit eines der größten religiösen Zentren werden.

Der Reichseiniger Mentuhotep lässt nun auch dort seine Begräbnisanlage errichten.

Ab der 12. Dynastie wird die Residenz weiter nach Norden verlegt, zuerst nach Lischt, anschließend nach Dahschur und dann in das Fayum.

Im Fayum werden unter den Königen Sesostris II., Sesostris III. und Amenemhet III. umfangreiche Wasserversorgungsprojekte verwirklicht.

Man entwickelt ein System um die Sümpfe trocken zu legen, die Bewässerungskanäle und -becken , die als Wasserreservoir dienen zu verbessern.

In Lischt, Dahschur und im Fayum werden die königlichen Pyramiden noch aus Ziegeln erbaut.

Die Gaufürsten und höheren Beamten können sich in ihren Provinzen bestatten lassen und genießen eine relativ hohe Selbständigkeit.

Die Felsengräber in Beni Hassan, Berscheh, Theben oder Assuan sind mit reichem Begräbnismobiliar ausgestattet und werden mit kunstvollen Wandmalereien und lebendigen Szenen aus dem täglichen Leben oder dem Jenseits ausgeschmückt.

Die Pyramidentexte waren die Vorläufer der sogenannten "Sargtexte"; zuerst finden sich diese Texte auf den Innen- und Außenseiten der Särge, später jedoch auch auf den Grabwänden der hohen Beamtenschaft.

 

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Zweite Zwischenzeit 13.-17.Dynastie 1781 - 1550 v. Chr.

 

In dieser Zeit wird das Land zersplittert, den einen Teil des Landes besetzen die Hyksos, die " Herrscher der Fremdländer" genannt.

Hierbei handelt es sich um eingewanderte Volksstämme, die hauptsächlich aus Syrien, Palästina und dem Hurriterreich stammen und sich im fruchtbaren, blühenden Ägypten festsetzen.

Zum erstenmal tauchen in Ägypten Pferde und Streitwagen auf, ebenso wie neue Arten von Dolchen, Schwertern und Bogen, die in der Geschichte noch eine bedeutende Rolle spielen werden.

Avaris bei Quantir ist ihre Hauptstadt und als Gott verehren sie hauptsächlich Seth, den Herrn der Kraft und der Unordnung.

Zeitgleich herrscht eine andere Dynastie im oberägyptischen Theben und diese Fürsten kämpfen um die Befreiung des Landes aus der Fremdherrschaft.

Nach langen harten Kämpfen erlangt Ägypten unter der Führung der Fürsten Seqenenre, Kamose und Ahmose endlich seine Unabhängigkeit zurück - die Entstehung des Neuen Reiches im wiedervereinigten Königtum nimmt damit seinen Anfang.

 

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NeuesReich-GoldenesZeitalterÄgyptens 18.-20.Dynastie 1550 - 1070 v. Chr.

Während der 18. Dynastie stellt Theben das politische und religiöse Zentrum des Reiches dar.

Für den zum Reichsgott erhobenen Amun-Re werden zahlreiche Tempel errichtet und der Kult des Sonnengottes wird intensiv gefördert.

Der Tempel von Karnak ist nicht nur geistiges Zentrum, sonder auch der Ort an den die lokalen Steuern fließen, ebenso sämtliche Abgaben der eroberten Provinzen (Nubien, Syrien, Palästina, Phönizien) und der Fremdländer (Punt, Kreta, die ägäischen Inseln und Länder, Mesopotamien und Libyen).

Die bedeutendstenHerrscherdieserZeitsind:

Königin Hatschepsut, deren friedliebende fast 21 jährige Regierungszeit sich besonders durch Handelsbeziehungen mit Afrika (Punt) und durch ihre rege Bautätigkeit in Karnak und Deir el-Bahari auszeichnet.

Thutmosis III., der sich aufgrund seiner militärischen Eroberungszüge im Norden, wie im Süden den Titel "Erbauers des ägyptischen Reiches" verdient hat. Er baute mehrere Tempel in Karnak, Luxor und in Theben-West.

Amenophis III., er unterhält freundschaftliche Beziehungen zu den Nachbarländern des mittleren Orients, deren Blütezeit seine Herrschaft kennzeichnen und unter dessen Regierung das Land zu einigem Wohlstand gelangt.

Amenophis IV. - Echnaton genannt, bricht als erster König mit den traditionellen Glaubensvorstellungen und führt den Monotheismus als Staatsreligion ein. Die alten Götter werden durch den einen Gott - Aton ersetzt. Diese neue Reform des künstlich geschaffenen Glaubensbilds verwirrt nicht nur die Anschauungsweisen der Ägypter, sondern auch die politischen Verhältnisse. Er verlegt seine Residenz, in seine neu gebaute und von ihm entworfene Stadt Achet-Aton (heute Tell el-Amarna) der neuen Reichshauptstadt in Mittelägypten. Während dieser Zeit verliert Ägypten den größten Teil seiner von Thutmosis III. eroberten Gebiete.

Tutanchamun, sein Nachfolger führt den Kult des Amun-Re wieder ein und kehrt zurück zu den alten religiösen Vorstellungen und Theben wird wieder Reichshauptstadt.1922 wurde von Howard Carter sein fast intaktes Grab entdeckt und es bezeugt den Reichtum und Wohlstand während der 18. Dynastie.

Haremhab, der frühere Oberbefehlshaber der ägyptischen Armee bewahrt das Land vor erneut drohender Fremdherrschaft.

 

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Dritte Zwischenzeit 21.-24.Dynastie 1070 - 750 v. Chr.


Ägypten ist erneut in zwei Reiche zersplittert; die eine Hälfte des Reichs in Theben ihr Zentrum, wird von der Familie des Hohepriesters des Amun-Re von Karnak regiert und die andere Hälfte befindet sich im Delta und untersteht den Prinzen von Tanis.

Während der 22. - 24. Dynastie wird das Reich von libyschen Königen regiert.

 

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Spätzeit 25.-30.Dynastie 750 - 332 v. Chr.


Die 25. Dynastie auch "Kuschitenzeit" genannt, regiert von Ihrer Hauptstadt Napata im Sudan aus das ägyptische Reich.

Schabaka kann Ägypten unter sich vereinigen, doch der Zerfall der Dynastie ist nicht mehr aufzuhalten. 664 v. Chr. übernehmen die Assyrer die Hauptstadt Theben.

Die 26. Dynastie, die Saitenzeit genannt, ist die Epoche der ägyptischen Renaissance. Man entdeckt die Kunst und Kultur vergangnener Zeiten neu. Regierungssitz dieser Zeit ist im Delta in der Stadt Sais, aber nur bis zur persischen Machtübernahme unter Kambyses im Jahre 525 v. Chr.

Die Vorherrschaft der Perser hält sich während der 27. - 30. Dynastie, wenn auch zeitweise ägyptische Könige noch einmal die Regierungsgewalt ausüben.

 

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Griechisch-RömischeZeit 332 v. Chr. - 395 n. Chr.


Alexander der Große erobert 332 v. Chr. Ägypten und 331 v. Chr. lässt er seine neue Hauptstadt Alexandria erbauen.

Nach seinem Tod, regieren in Ägypten die Ptolemäer, bis es schließlich mit dem Tod des Antonius und der Kleopatra VII. im Jahre 30 v. Chr. zur römischen Provinz wird.

Um 395 n. Chr. fällt Ägypten in Byzantinische Herrschaft unter Arcadius, dem Eroberer des Ostens.

Während dieser Zeit hält das Christentum Einzug in Ägypten und Alexandria wird das religiöse Zentrum des Neuen Glaubens.

640 n. Chr. besiegt Amr Ibn el-As, der General des Kalifen Omar Ibn Khattab die Byzantiner bei Heliopolis und besetzt Pelusium (Suez).

646 n. Chr. wird Ägypten nach der Eroberung Alexandrias zur islamischen Provinz.

 

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