Pyramiden
Cheopspyramide

Die Maße :

Basismaß : 230,38 m Seitenlänge (heute 227,50 m)


Höhe : 146,60 m (heute nur noch 137,20 m)


Volumen: 2.585 Mio. m3 (heute 2,3 Mio. m3)


Weit weniger als 1% ihres Volumens sind Hohlräume.
Den Rest teilen sich Steine, Mörtel, Fugen und Bauschutt.
Fläche m2: 530,75 m2

Die Cheopspyramide stellt mit einer Seitenlänge von 230,38 m an der Basis bei quadratischem Grundriss und einer einstigen Höhe von 146,60 m die größte jemals erbaute Pyramide Ägyptens dar. Dabei mussten ca. 2,5 Mill. Tonnen Steinmaterial im ganzen Land herbeigeschafft werden, wobei sich die Bauzeit laut Herodot auf ca. 30 Jahre belief. Nach Herodots Beschreibung haben ungefähr 100.000 Menschen alljährlich 3 Monate daran gearbeitet.

Wie bei allen anderen Pyramiden auch, befinden sich auf der Ostseite die Kultbauten. Vom Taltempel blieb so gut wie nichts erhalten und der Aufweg zur Pyramide ist nur noch aus der Luft zu erkennen. Vom Verehrungstempel unmittelbar an der Pyramide ist nur noch die Pflasterung aus schwarzen Basaltblöcken erhalten.

Der Originaleingang ins Innere der Pyramide ist an deren Nordseite (18 m über dem Boden). Ins Innere gelangt man heute durch einen frühren Gang den Grabräuber im Mittelalter hineingesprengt haben. Sie stießen dabei auf das ursprüngliche Gangsystem der Pyramide, was an sich schon an ein Wunder grenzt. Der Besuchsweg führt ca. 20 m vom Eingang rechter Hand schräg nach oben durch eine niedrige und enge Passage, die oben angekommen unmittelbar an den Fuß der großen Galerie mit 47m Länge und 8 m Breite mündet. Am Anfang dieser Galerie führt ein heute ebenfalls abgesperrter Stollen horizontal in die Mitte der Pyramide zu einer weiteren Sargkammer der sog. "Königinnenkammer". Diese Königinnenkammer liegt exakt auf der Ost-West-Zentralachse der Pyramide. Oben befindet man sich bereits ca. 43 m über dem Boden, direkt vor der mit Rosengranitblöcken ausgekleideten Sargkammer. Diese Sargkammer mit Rosengranit ausgekleidet, hat die Maße 10,45x5,20x5,8 m und vor einer ihrer Schmalseiten steht der undekorierte schlichte Sarkophag des Pharaos, ebenfalls aus demselben Rosengranit hergestellt. Dieser Raum besticht durch seine Einfachheit und sein Echo. Der Sarkophag des Pharaos steht exakt auf der Zentralachse der Pyramide. Da der Sarkophag etwas breiter als die Kammertür ist, muss dieser schon vorher an Ort und Stelle gebracht worden sein, während die Pyramide um ihn herum gebaut wurde.

Auch den Luftschächten, die nichts mit der Luftzufuhr zu tun hatten, muss eine Symbolfunktion zugedacht werden. Diese Luftschächte ermöglichten der Seele (Ka oder Ba) des Verstorbenen ins Jenseits zu den Sternen zu fliegen, so der Glaube der alten Ägypter. Um den Druck der Sargkammer von den darüber liegenden Gesteinsmassen zu mildern, haben die Baumeister der 4. Dyn. fünf übereinanderliegende Entlastungskammern angelegt, die man über die große Galerie erreichen kann. 20 m über der Grabkammer entdeckten Ägyptologen eine weitere Grabkammer, deren Bedeutung noch nicht bekannt ist.

Da man von der Beisetzung keine Grabbeigaben oder die Mumie des Cheops gefunden hat, hält sich nach wie vor die Meinung, das noch eine andere Grabkammer irgendwo verborgen liegt. Es hält sich das Gerücht, das es sich hierbei um eine Scheingrabkammer handelt, die nur für Grabräuber angelegt wurde, um ein geplündertes Grab vorzutäuschen.

 

Sonnenbarke (gefunden neben der Pyramide)

1954 wurde ein voll funktionsfähiges in 1224 Teile zerlegtes aus Zedernholz (vom Libanon importiert) bestehendes Schiff entdeckt. Das mittlerweile wieder zusammengebaute 43,3 m lange, 5,9 m breite und an Bug und Heck 5 bzw. 7 m hochgezogene Schiff mit Kajüte, 10 Antriebs- und 2 Steuerrudern kann heute wieder im Bootsmuseum besichtigt werden. In einer angrenzenden Grube derselben Art wurde 1987 ein zweites Schiff durch Bohrsonden gefunden, das man aber erst bergen möchte, wenn man mit der Konservierung des ersten Schiffs genügend Erfahrungen gemacht hat. Insgesamt wurden in der Zwischenzeit 6 dieser Bootsgruben ermittelt und es ist geplant ein zweites Schiffsmuseum für die Barke der Königin zu bauen.

 

1972

stießen amerikanische Physiker etwa 20 m über der Sargkammer auf einen weiteren Raum, dessen Bestimmung noch unklar ist.
Weitere Gänge und Räume werden hier vermutet.

1974

scheiterte wegen der Undurchlässigkeit des Materials eine Radardurchleuchtung der Cheopspyramide.

1976

wurden von französischen und japanischen Forschern weitere undefinierbare Hohlräume entdeckt.

1986

wurden durch französische Forscher Bohrungen im Inneren der Cheops Pyramide vorgenommen, wo man zwar bislang unbekannte, allerdings nur mit Sand aufgefüllte Hohlkörper fand.

1991

Großalarm! Die Cheopspyramide drohte von innen her zu verfaulen!
Rudolf Gantenbrink und Prof. Rainer Stadelmann nehmen Kontakt auf zur Rettung der Cheopspyramide!

1992

In Ägypten hatte sich bereits ein Einsatzteam eingefunden. Zu den ÄgyptologenR.StadelmannDAIKairo,ZahiHawass und Roboterexperte Rudolf Gantenbrink hatte sich noch der Photogrammeter Ulrich Kapp eingefunden.
Die Pyramide wurde genauestens untersucht und es wurde versucht ein Belüftungssytem zu finden, das für die Cheopspyramide geeignet wäre. Dazu wurden auch die Räumlichkeiten der Königinnenkammer genauer in Augenschein genommen. Rudolf Gantenbrink fiel ein Schacht auf, der sich als sehr erfolgversprechend entpuppte und holte sich die Erlaubnis nach Installation der Belüftungsanlage diesen näher zu untersuchen.

Das Belüftungssystem wurde eingebaut und in Betrieb genommen. Die Luftfeuchtigkeit konnte sofort auf 52 % herunter gedrückt werden. Die Rettungsaktion für die Cheopspyramide war ein voller Erfolg! R. Gantenbrink arbeitet an einem Miniroboter zur Erforschung der Schächte in der Cheopspyramide.

1993

Rudolf Gantenbrink und sein Kameramann Jochen Breitenstein erhalten die Erlaubnis mit Ihrem Miniroboter UPUAUT-2 die Schächte in der Cheopspyramide zu erforschen. Sie kehrten im März 1993 zurücknachGisehundfingenandie Schächte in der Königinnenkammer weiter zu erforschen. Der Miniroboter mit seiner aufgesetzten Kamera fuhr 65 Meter weit in den zuvor von R. Gantenbrink entdeckten 20x20 cm breiten Schacht hinein und entdeckte einen unbekannten Blockierstein aus feinem Kalkstein, in dem 2 Kupfernadeln steckten und einen davor liegenden länglichen Gegenstand der wie ein Keil aussah. Die Sensation war perfekt und ging durch sämtliche Medien der Welt! Die anfänglich gute Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden und Prof. R. Stadelmann verschlechterten sich zusehends durch diverse Medienberichte und am Schluss wurde das Projekt UPUAUT 2 gestoppt. Rudolf Gantenbrink weigert sich bis jetzt standhaft das Projekt noch einmal in Angriff zu nehmen und die ägyptischen Behörden verweigern ihm auch leider die nötige Zustimmung dafür. Leider ist dieses Projekt an den unterschiedlichen Auffassungen und kulturellen Barrieren gescheitert. Vielleicht sollten sich beide Parteien noch einmal in Ruhe an einen Tisch setzen und vernünftig miteinanderreden,denndieErforschungundErhaltungder Cheopspyramide sollte dieses Gespräch eigentlich schon wert sein.

 

Chephrenpyramide

Maße:

Basismaß: 215 m Seitenlänge (210,50 m erhalten)


Höhe: 143,5 m (heute 136,40)


Volumen: 1,86 Mio. m3 (heute 1,65 Mio. m3)

Diese Pyramide ließ sich der Sohn von Cheops (Chufu),Chephren
(Chafre) erbauen.
Die Pyramide wirkt größer, obwohl sie kleiner ist, weil sie auf einem etwa 10 m höherem Plateau erbaut wurde. Damit wurde die 3-6 gradige Neigung des Mokattamgebirges ausgeglichen. An der Spitze der Pyramide ist noch immer der weiße Kalksteinmantel sichtbar.
Auch hier ließ der Erbauer zuerst eine unterirdische Grabkammer anlegen, bevor weiter oben die endgültige Grabkammer geschaffen wurde.

Sein Baumaterial entstammt geologischen Untersuchungen nach, fast ausschließlich von den Kalksteinbrüchen, des nahe gelegenen Wadi Ghor und des im Norden angrenzenden Wadi Maasara. Während der Errichtungszeit wurde eine Änderung der Baupläne notwendig, weswegen die Pyramide über 2 Eingänge auf Ihrer Nordseite hat, von denen einer unmittelbar an der Sohle schräg nach unten in den felsigen Untergrund führt, dann jedoch wieder ansteigt, um in den 2. Schacht, der 15 m über dem Boden beginnt und abwärts in die Pyramide führt einmünden zu können.

Wo die beiden Schächte zusammen treffen, führt ein horizontaler Stollen weiter in die sogenannte Sargkammer, die der Entdecker Belzoni bereits geplündert vorfand. Im Boden eingelassen steht hier der schmucklose Granitsarkophag, mit einem zertrümmerten Deckel, aber von den Grabbeigaben und der Mumie fehlt auch diesmal jede Spur.

An der Ostseite der Pyramide stößt der Besucher auf den leider schon zerfallenen Verehrungstempel des Königs. Folgt man von hier aus der deutlich im Gelände abzeichnenden Pflasterung des einstigen von Seitenwänden flankierten und überdachten Aufwegs abwärts, so erreicht man in absehbarer Zeit, den gut erhaltenen Taltempel dieses Königs in der Nähe der Sphinx. Der Taltempel besteht aus Kalksteinqaudern und ist mit Granitblöcken verkleidet. Die Grundfläche des Tempels beträgt 45x45 m, ist 12 m hoch und erweckt den Eindruck das die Innenwände und Gänge wie eingeschnitten wirken. Im Osten vor den beiden Zugängen stand jeweils ein paar Sphinxfiguren. Hier wurde 1860 im sog. Brunnenschacht im Taltempel die schöne Sitzfigur des Chephren mit dem Horusfalken im Nacken aus Diorit gefunden. Ein Meisterwerk der Rundplastik des Alten Reichs H 168 cm x Br. 57 cm L 96 cm (Ägyptisches Museum EG, Saal 42). Große Pfeiler aus Granit stützten einst das heute verschwundene Dach des Tempels. Horizontale flache Schlitze, die in die Wände eingearbeitet wurden, sorgten für die Beleuchtung. Der Alabasterboden wurde in regelmäßiger Reihenfolge an den Wänden von 23 Aussparungen unterbrochen. Früher standen dort 23 Sitzfiguren von König Chephren, die aber nur nochzerstörtaufgefundenwurden.
Im Süden der zweischiffigen Querhalle gehen im Süden3 Nebenkammern und im Norden die Rampe in Richtung Westen zum Aufweg ab.
Von hier aus gelangt man zur Aussichtsplattform mit Sicht auf die Sphinx.

 

Mykerinospyramide

Maße:

Basismaß:108mimQuadratSeitenlänge


Höhe: 66,5 m (heute 62 m)

Mykerinos (Menkaure od. Menkewre) war der Sohn von Pharao Chephren und folgte seinem Vater auf den Thron. Die Mykerinospyramide ist zwar die kleinste der 3 Pyramiden von Giseh, aber dennoch gibt sie den Forschern Rätsel auf. Man betritt diese Pyramide durch den Eingang auf der Nordseite, folgt einem schräg nach unten verlaufendem Schacht, der von dort aus in einen Vorraum mit schmalen Scheintüren mündet, der wiederum horizontal in das Zentrum des Bauwerk führt. Dort passiert man einen weiteren Raum, in den von oben her ein Zugangsschacht einmündet. Über eine Treppe im Fußboden gelangt man dann zu der tiefer gelegenen, mit einem falschen Gewölbe überdeckten Sargkammer, wo sich unterhalb vom Vorraum aus erreichbar noch
eine Nebenkammer befindet.

Als man 1837 das erstemal weiter in die Pyramide vordrang, fand manimInnereneinenprunkvollen dunklen mit Palastfassadenmustern verzierten Steinsarkophag ohne Deckel des Königs vor. Bei seiner Verschiffung nach England, kam das Transportschiff im Golf von Biskaya in einen schweren Sturm und versank dort mitsamt seiner wertvollenReliquie.

Auf der Ostseite der Pyramide befindet sich der besterhaltene von allen Verehrungstempeln, jedoch ist der dazugehörende Taltempel für die Ägyptologen verschlossen, da sich hier ein neuzeitlicher Friedhof des Islam befindet.
Die drei kleinen, südlich gelegenen Pyramiden blieben leider unvollendet.
Dafür wurden unlängst südwestlich bei Ausgrabungen die Reste einer Brauerei, einer Bäckerei, sowie auf die Gräber der beim Pyramidenbau beteiligten Arbeiter entdeckt. Es werden in der Nähe noch Reste der Arbeitersiedlungen vermutet.

 

Rote Pyramide

Snofru der Vater des Cheops und Begründer der 4. Dynastie ließ im Nordwesten des Geländes die rote Pyramide errichten. Dieses Bauwerk hat die Außenmaße von 213x213x101,15 m und einen Neigungswinkel ähnlich der Cheops Pyramide. Die Rote Pyramide gilt als Vorbild für die Cheops Pyramide und andere Grabanlagen. Ihren Namen bekam die Pyramide wegen des rötlichen Schimmers ihrer in horizontalen Lagen geschichteten Kalksteinquader. Die rote Pyramide ist das älteste in reiner Pyramidenform errichtete Königsgrab. Der Zugang zur Pyramide befindet sich an der Nordseite in 28 m Höhe über der Basis. Dort liegt der Zugang zu den 3 hintereinander liegenden Kammern im Kern des Bauwerks, von denen eine als Sargkammer mit den Maßen 9,50 L x 4,50 Bx15,00 H m vorgesehen war. Snofru wurde jedoch hier nicht beigesetzt.

 

Knickpyramide

Maße:

Basismaß: 188,56x188,56 m

Höhe: 97,26 m

Die Knickpyramide verdankt ihren Namen einer Änderung des Neigungswinkels wegen Absenkungen der Gesteinslast, etwa auf halber Höhe , so dass sie bei einer Grundfläche von 188,56x188,56 m, nur noch 97,26 m hoch war. Der obere Teil wurde wahrscheinlich aus Zeitmangel nur noch schlampig fertiggestellt, was zu bautechnischen Problemen führte.

Ungewöhnlicherweise hat diese Pyramide 2 Eingänge, nämlich einen im Norden und einen im Westen.
Von Norden her führt eine lange, abfallende Passage etwa in 11m Höhe abwärts in eine enge Vorkammer. Die verkragte Grabkammer liegt genau über ihr und wurde entweder über eine Treppe oder Leiter erreicht. In der Westseite verläuft eine durch Fallblockiersysteme zu einer weiteren Grabkammer gehörenden Passage. Sie liegt höher als die erste. Der Westeingang führt von 33,90 m Höhe abwärts zu einer dritten Kammer auf dem Niveau der Pyramidenbasis. Durch Stabilitätsprobleme musste die ganze Kammer mit Balken und einem Zedernstammgerüst abgestützt werden. Nachdem beide Kammern fertiggestellt waren, wurde zwischen ihnen ein Verbindungsgang angelegt. Alle drei Kammern haben aus übertragenden Steinplatten gebildete sogenannte Gabelgewölbe, um der ungeheuren darüber liegenden Belastung standzuhalten. Außer geringen Resten von Tiermumien in den Gängen wurden alle Räume leer vorgefunden. Eventuell besitzt dieses Bauwerk noch weitere unentdeckte Räume und Kammern.

An der Ostseite der Knickpyramide liegt eine kleine Kapelle. Diese Bauten sind kein Teil der großen Taltempel, sondern nur einfache Schreine für die Pyramide. Die Kapelle der Knickpyramide war ein ganz einfacher Bau aus Tura Kalksteinwänden mit Flachdach. Der Aufweg ging vom Pyramidenkomplex ab zum ersten Taltempel, einem schönen Rechteckbau. Bei diesem Bau handelt es sich um eine Kombination aus Toten- und Taltempel. In Daschur ist der einzige noch gut erhaltene Taltempel, der zur Knickpyramide gehörende. Seine Lage ist recht ungewöhnlich, nämlich 700 m nordöstlich mitten in der Wüste, ist er aber über seinen offenen Aufweg mit der Pyramide verbunden. Dieser Taltempel besitzt eine von je zwei Seitenräumen flankierte Eingangshalle , durch die man den von Doppelkolonaden gesäumten Innenhof betritt. An der Rückseite befinden sich sechs Kapellennischen. Die überaus reiche Ausstattung an Reliefs und Bildern soweit erhalten, wurden abgetragen und ins Ägyptische Museum von Kairo gebracht.

Ein zweiter Aufweg hatte den Taltempel mit einem Dock oder
Landesteg verbunden.

Nach Fertigstellung der Roten Pyramide und der Knickpyramide kehrte Snofru nach Meidum zurück und beendete dort die Baumaßnahmen.

AufdemGeländevonDaschurbefindensichnochdrei weitere Pyramiden.


Die schwarze Pyramide, die südliche Ziegelpyramide von Sesostris III. und die weiße Pyramide von Amenemhet II. In den Pyramiden wurden nur die leeren Steinsarkophage der Könige gefunden.

Die Reste zweier weiterer Pyramiden befinden sich ebenfalls in der Nekropole.

Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um die Pyramiden von AmenemhetIV. Und der Könifin Nefrusobek.

NördlichderschwarzenPyramide,aberinnerhalbder Umfassungsmauer wurden zwei unterirdische Galerien mit Grabkammern entdeckt. Sie enthielten die weiblichen Mitglieder der königlichen Familie. Dort fand man kostbaren Grabschmuck, der heute im Ägyptischen Museum in Kairo zu sehen ist.

 

Snofrupyramide (Die Pyramide von Meidum)

Maße:

Basismaß: 144mSeitenlänge (64,5merhalten)


Höhe: 92m

Eines der baugeschichtlichen interessantesten Denkmäler Ägyptens ist auf Grund ihrer außergewöhnlichen Bauform die Pyramide des Snofru in Meidum, rund 80 km südlich von Kairo.

Auf halber Höhe liegt im Norden der Eingang zur Pyramide und führt steil nach unten in die Totenkammer. Diese liegt normalerweise unterhalb des Fundaments oder oberirdisch im Zentrum der Steinmassen. Merkwürdigerweise finden sich keine Spuren eines Steinsarkophags in dieser Grabkammer, vermutlich wurde die Pyramide nie als Grabstätte genutzt.

Wahrscheinlich wurde diese Pyramide unter Huni dem letzten König der 3. Dyn. begonnen, aber während der Regierungszeit seines Schwiegersohnes und Nachfolgers Snofru dem Begründer der 4. Dyn. undVorgängerdesCheopsvollendet.

Diese Pyramide entstand in 3 Phasen, die jedes Mal getrennt voneinander geplant und durchgeführt wurden, was noch gut zu erkennen ist. Den Pyramidenkern und ältesten Bauabschnitt bildet eine nach dem Vorbild der etwas älteren Pyramide des Djoser von Saqqara um einen Felsen angelegte siebenstufige Mastaba, die bis zu einer Gesamthöhe von ca. 40 m sichtbar ist. Zunächst wurde sie mit 7 Stufen geplant, aber dann in eine 8stufige Mastaba umgewandelt. Die erste freiliegende Stufe ist 11,20 m hoch, die zweite 9,90 m und die dritte weitgehend zerstörte noch 6,85 m. Die Wände bestehen aus polierten, leicht nach innen geneigten Kalksteinblöcken. Dieser erste Bau wurde später um eine gut 5 m dicke Schicht erweitert und wahrscheinlich noch um eine achte Stufe erhöht Durch die glatte Verkleidung der Außenwände wurde aus der Mastaba eine richtige Pyramide. Da die beiden Außenflächen der beiden älteren Bauten bereits geglättet waren, fanden die Füllsteine und die letzte Verkleidung nicht genügend Halt. Die Außenfassade stürzte herunter, so dass nun Einblicke in alle 3 Bauphasen
Gewährleistet sind.

Bereits in der Antike begann der Verfall dieses Bauwerks, jedoch bereits lange Zeit nach dem Bau, da sich in dem an der Ostwand angebauten Totentempel, noch Besucherinschriften, ziemlich hoch angebracht, aus dem Neuen Reich befinden. Diese Inschriften ermöglichen eine zeitliche Einordnung des fortschreitenden Verfalls. Damit sind die Theorien widerlegt, die eine Baukatastrophe in Meidum mit einer Änderung des Neigungswinkels beim Bau der Knickpyramide des Snofru in Dahschur in Verbindung bringen wollen. Wenn der Pyramidenbauplatz aufgegeben worden wäre, dann sprächen auch die im Norden und Westen und direkt im Pyramidenbezirk angelegten Friedhöfe die vom alten Reich bis in die griech. röm. Zeit belegt worden sind dagegen.

ZudenGrabstättengehörendieDoppelgräberdesPrinzenNefermaat und seiner Gemahlin Atet, sowie das Grab des Prinzen Rahotep (Hohepriester des Re von Heliopolis)und seiner Gattin Nofret. Bekannt wurde letzteres Grab durch die lebensecht wirkende Doppelskulptur des Prinzen mit seiner Gemahlin (im Ägyptischen Museum in Kairo im EG, Saal 32) als die Arbeiter von Auguste Mariettes bei ihrer Entdeckung erschrocken die Flucht ergriffen, so lebendig wirkten beide. Im Grab des Nefermaat wurde 1871 von Mariettes das berühmte Fries "Die Gänse von Meidun" in Tempera-Technik (d. h. mit natürlichen Mineralstofffarben, gebunden durch eine Emulsion, die Gummi oder Eigelb enthält, hergestellt) gemalt bei Ausgrabungsarbeiten gefunden. Bei beiden Prinzen handelt es sich wahrscheinlich um Söhne des Snofru, wobei Rahotep als Bauleiter der Pyramide vermutet wird.
An der Nordseite der Pyramide liegt auf halber Höhe der Pyramide der Eingang. Ein 57 m langer Gang führt schräg hinab, in den Felsen, dort noch ein Stück waagerecht hinein und endet dann zuletzt aufsteigend in der Grabkammer, die 6 m lang, 2,60 m breit und mit Kalksteinplatten ausgelegt ist. Die sichtbaren Zedernholzbalken dienten wahrscheinlich zur Grabsicherung. Die Pyramide wurde bereits während der 20. Dynastie vollständig geplündert, die Einbruchstelle kann an der Südwand besichtigt werden.

 

Totentempel

Ein noch recht gut erhaltener Totentempel, mit 2 kahlen Kammern und einem Opferhof, indem 2 unbeschriftete Stelen stehen, befindet sich an der Ostseite der Pyramide.
Etwa in seinem 40. Regierungsjahr gab Snofru Meidun auf und zog 40 km weiter nördlich nach Dahschur. Snofu gründete in Daschur eine neue Nekropolis, was ziemlich ungewöhnlich war seit zum ersten Mal seit der Gründung von Saqqara eine Königsnekropole auf unberührtem Gelände angelegt worden war. In Daschur baute Snofru zwei Großpyramiden - die Knick- und die Nord- oder die Rote Pyramide genannt. Warum Snofru 3 Pyramiden bauen ließ, ist noch nicht geklärt. Ein Besuch dieser Nekropole ist derzeit nur mit einer Sondergenehmigung möglich, denn diese liegt mitten im Militärischen Sperrgebiet. 2 km von der südlichen Pyramidenmauer vonSaqqaraentferntliegenaufeinemFelsenplateaudie Pyramidenanlagen der 4. - und der 12. Dynastie. Beide Pyramiden liegen grob auf einer Linie.

Der Pyramidenbezirk von Saqqara (Stufenpyramide)

Das gewaltige Gräberfeld von Saqqara, die riesige Begräbnisstätte des alten Memphis liegt etwa 15 km südlich der Cheopspyramide, am Rande der Libyschen Wüste. Dieses erstreckt sich über ein Gebiet von 7 km nord-südlicher Länge, sowie 500-1500 m ost-westlicher Breite und besitzt Grabdenkmäler aus fast allen Epochen der ägyptischenGeschichte.

DieseNekropoleistvermutlichnachdemfalkenköpfigen Nekropolengott Sokar benannt und bietet uns vor allem Grabbauten aus dem Alten Reich. Hier ließen sich mehr als 20 Könige bestatten, darunter auch Pharao Djoser (Zoser, 2. König d. 3. Dyn.). Hier fanden vor allem Pharaonen der 3. - 6. Dynastie, ebenso wie verdiente Mitglieder ihres Hofstaates und Bürger von Memphis Ihre letzte Ruhestätte, die sichdiesenPlatzleistenkonnten.

Das imposanteste Gebäude der Nekropole ist die Stufenpyramide des Djoser. Während seiner 19 jährigen Regierungszeit baute sein Architekt und oberster Kanzler Imhotep die sogenannte 60 Meter hohe Stufenpyramide von Saqqara. Laut Manetho gilt Imhotep als Erfinder des Bauens mit zugehauenen Steinen. Erstaunlich ist bereits die vollkommene Beherrschung der Technik zu Beginn ihrer Einführung. In heutiger Zeit gilt Djosers Pyramide und die sie umgebende Grabanlage als erstes größeres Steinbauwerk in Ägypten. Ihre Gestalt erklärt sich als Weiterentwicklung aus den früheren rechteckigen Gräbern, die wegen ihrer Form Mastaba (arab. Bank)genannt wurden und aus der 1. und 2. Dynastie stammen.

Dieses rechteckige 545 x 277 Meter große Areal wurde von einer 10,5 Meter hohen Kalksteinmauer mit nur 1 Eingangstür umschlossen. Innerhalb dieser Mauern standen viele Bauten und Scheinbauten, große Tumuli und Terrassen, feingehauene Fassaden, gerippte und gekehlte Säulen, Treppen, Plattformen, Schreine, Kapellen und lebensgroße Statuen. Der Nord- und der Südpalast genannt Haus des Nordens oder Haus des Südens symbolisierten die beiden Reiche. Es gab sogar ein Duplikat des Unterbaus - das sogenannte Südgrab. Alles deutet darauf hin das dieses Bauwerk als erstes fertiggestellt wurde, denn hier ist der Innenpalast viel vollständiger als in der Pyramide selbst. Wahrscheinlich war dieser Bau für den Ka (andere Bez. für die Seele des Menschen, die nach dem Tod weiterlebt), des Königs bestimmt, den die Ägypter oft getrenntinGestalteinerStatuebeigesetzthaben.

In der Mitte der Anlage stand die 121x109 Meter große und 60 Meter hohe sechs-stufige Pyramide aus 330.400 m3. Lehm und in der Nähe gebrochenem tonigem Kalkstein, mit geringer Festigkeit. Das bis ca. 60 Meter in 6 Terrassenstufen aufsteigende Bauwerk gilt als die erste Pyramide und als erster Steinbau in Ägypten. Dabei wurden die Baupläne, wie man an den Schichten der Kalksteinblöcke deutlich sehenkann mindestens 6x geändert. Auf der untersten Mastabastufe, die dann erweitert und mit einer 2. kleineren versehen wurde, errichtete man dann die mehrstufige Konstruktion, die außen mitfeinem weißen Kalk verkleidet wurde.

Djosers Grundgedanke war, einen Bereich für die Seele zu schaffen dessen Mittelpunkt die eigentliche Pyramide war. Sie entwickelte sich aus einer herkömmlichen Mastaba her, die mehrfach erweitert wurde. Die oberen für uns sichtbaren Elemente sind nur ein Teil der Geschichte. Unterhalb schufen die Baumeister einen unterirdischen Komplex, "Palast des Königs" genannt einen sogenannten Scheinpalast. Von überdimensionaler Größe: über 5,7 km in den harten Fels gehauene Schächte, Tunnel, Kammern, Galerien und Vorratsräume. Die zahlreichen Kammern und Gänge im Inneren dienten teilweise zur Bestattung der nächsten Angehörigen des Königs, teils aber auch als Magazine zur Versorgung der Toten. In diesenMagazinenwurdenzahllosekleinere Behälter zur Aufbewahrung von Nahrungsmitteln gefunden. Ebenso dienten sie dazu, das gesamte Begräbnismobiliar aufzunehmen. Einige Gänge und Räume sind aber auch späteren Erneuerungsversuchen oder Grabräubern zuzuschreiben. Die Räume dieses Palasts hatten steinverkleidete Wände, die mit blauen, ein Mattengeflecht wiedergebenden Fayencetäfelchenbesetztwaren.

Die Vorläufer dieser Anlage sind die unterirdischen Königsgalerien der 2. Dynastie. Pharao Djosers endgültige Ruhestätte war ein Gewölbe aus vier Lagen säuberlich behauener Granitblöcke, offen blieb lediglich eine zylindrische Öffnung am Nordende. Der Eingang zu den unterirdisch angelegten Grabräumen liegt auf der Nordseite vor der untersten Stufe. Für die erste Grabkammer wurde ein 7x7 Meter weiter und 28 Meter tiefer Zentralschacht angelegt. Im Endstadium bestand das Gewölbe aus Rosengranit, aber man fand auch Alabaster, Diorit und Schieferböden. Durch den Beschluss aus der Mastaba eine Pyramide zu machen, verschloss der neue Aufbau den abfallenden Korridor, so dass der Schacht unzugänglich wurde. Ein neues Grabgewölbe musste angelegt werden.

Nachdem der König beigesetzt war, wurde das Loch mit einem 3,5 Tonnen schweren Granitpfropfen verschlossen. Sobald alles an seinem richtigen Platz war, wurde der abfallende Korridor mit Stein und Lehm aufgefüllt. Der tote König war nun im Herzen seiner Pyramide eingeschlossen und seine Nachfahren waren in dem Glauben das seine Anwesenheit den ganzen Bau mit göttlicher Magie auflud.

In der 28 Meter unterhalb der Pyramidenbasis angelegten Grabkammer fand man noch Teile der Königsmumie. Der Zutritt zum Inneren der Pyramide ist seit einiger Zeit gesperrt, wegen dringender Restaurierungsarbeiten und Einsturzgefahr. Im Ägyptischen Museum kann man von einer früh angelegten Kammer, ein Paneel mit Mattendekoration aus blaugrünen Fayencekacheln bewundern. Deshalb wurden diese Kammern bei ihrer Entdeckung im vorigen Jahrhundert auch die "Blauen Kammern" genannt.

Grabtempel

Vor dem Pyramideneingang befinden sich noch Reste des Grabtempels. An seiner Ostseite fand man in einer verschlossenen, nur durch zwei Gucklöcher mit der Außenwelt verbundenen Kammer (Serdab), die lebensgroße Statue des Königs Djoser. Durch diese beiden Bohrlöcher in Augenhöhe der Statue konnte der tote König, in dieserStatueeinwohnen,Opfer empfangen und die Zirkumpolarsterne sehen, wo nach dem Glauben des frühen alten Reichs das königliche Jenseits lag. Das Original kann in Kairo im Ägyptischen Museum bestaunt werden, denn am Ort selbst steht nur noch eine Kopie. Diese Statue gilt als älteste, lebensgroße Statue Ägyptens. Die Statue besteht aus Kalkstein, ist 142 cm hoch, 45,3 cm breit und 95,5 cm lang. Sie war im Stück überzogen und bemalt. Sie zeigt den König in sitzender Position mit Jubiläumsmantel (Hebsed-Gewand) auf dem Thron.

Tempel

Im Südosten der Pyramide, vermutlich aus Anlass des Sedfests (Fest zu Ehren des 30 jährigen Regierungsjubiläums des Königs) gebauter Tempel. Dieser Tempel besitzt eine Reihe von Kapellen mit steinernen Nachbildungen von Zäunen. Treppen im Inneren führen aufwärts zu einem oberen Stockwerk. Im Hof ist ein Unterbau mit Treppen,dieser war wahrscheinlich für den Thron des Königs vorgesehen.

Säulenhalle

Vom Eingang her betritt man die große Säulen- oder auch Festhalle. Sie war als dreischiffiger Hallenbau gestaltet und enthielt 48 paarweise angeordnete auslaufende Pfeiler von mehr als 5 m ursprünglicher Höhe.An ihrem Ostende sind merkwürdige Scheintüren angebracht, die aussehen wie offene hölzerne Flügeltüren.

Scheingrab

In der südlichen Umfassungsmauer befindet sich ein 1927 von Cecil Firth entdecktes Scheingrab der 3. Dynastie. Unterirdische Treppen und Gänge führen zu Vorräumen, in denen 2 große Alabasterkrüge standen, und zu zwei Kammern, deren Wände ebenfalls mit blaugrünen Fayencekacheln ausgeschmückt waren, ähnlich denen in der Pyramide. In der zweiten Kammer befinden sich 2 Scheintüren mit wunderschönen Reliefs von Pharao Djoser. Die nordwestlich anschließende Kapelle besitzt einen schönen Uräusfries der teilweise restauriert wurde.

AufdemNekropolengeländebefindensichaußerdem noch die Pyramide des Unas (diese Pyramide ist für die Besucher zugänglich) und zahlreiche Mastabas und Beamtengräber aus dem Alten und Neuen Reich mit teilweise sehr schönen sehenswerten Reliefs. (Jeder Besucher sollte vorsichtshalber eine sehr gute, helle Taschenlampe dabei haben, da immer wieder mit Stromausfällen zu rechnen ist).

 

Gizah Plateau

Es handelt sich um die Grabmäler von Pharaonen, entstanden zur Zeit des Alten Reiches, 4.Dynastie, etwa 2575-2467 v Chr.
Cheops (die griechische Entsprechung des ägyptischen Khufu), Chephren (Khafra) und Mykerinos (Menkaua).Sie gelten als Höhepunkte in der Entwicklungsgeschichte königlicher Grabmäler vom Mastaba-Grab über Stufen- und Knickpyramide zur nun ausgereiften, stereometrisch vollkommenen Form. Alle stehen an der Grenze vom Fruchtland zur Wüste dort, wo nach altägyptischer Auffassung das Totenreich beginnt, im Westen.
Eine ägyptische Pyramide war stets eine den Pharaonen und ihren Gemahlinnen vorbehaltene Grabstätte. Errichtet wurden sie nicht von Sklaven, sondern von den Bauern des Niltals, die sowohl in der Zeit der Trockenheit wie auch in der der Überschwemmung `arbeitslos` waren. Pyramiden wurden im Alten Reich (3. bis 6. Dynastie) sowie im Mittleren Reich (11. bis 12. Dynastie) gebaut, und zwar, von wenigen kleineren Exemplaren abgesehen, nur in Unterägypten.

 

Djoserpyramide

 

Djedefrepyraimde

 

Der Sphinx

 

Chentkaus I Pyramide

 

Userkafpyramide

 

Sahurepyramide

 

Komplex des Sonnenheiligtums des Niuserre

Gesamtes Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung: © fröse multimedia, http://www.cheopspyramide.de

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